Netzfundstücke und Meinungen aus der 38. Kalenderwoche

Ein Mitschnitt der Ausfahrt vom 12. internationalen Dieselmotorradtreffen am 8. September 2012 in Hamm. Born to be compressed! http://youtu.be/aN-_zYhotVY Kettensäge raus! Motor halbieren! Zumindest gedanklich. Nach etwa 15 Jahren Honda NTV habe ich eine bekannterweise positive Einstellung zu der japanischen Marke. Beim Thema Diesel waren die Mannen von Sōichirō zwar immer zurückhaltend, doch auf der die Tage stattfindenden Paris Motor Show ziehen sie einen 1.6l i-DTEC Dieselmotor mit 120PS aus dem Hut. Der 1.6l TDI von VW hat im ganz frischen Golf VII „nur“ 105PS. Im Motorradsektor ist Honda im Brot & Butter-Bereich nach der CX 500 und der NTV 650 mit der NC700 sowieso vom V zum Paralleltwin übergegangen. Sie könnten, wenn Sie wollten. Hier ein Werbefilmchen von Honda zu dem 1.6l i-DTEC http://youtu.be/pb3qeglKy-U Cumstang Genug der Vernunft. Die Amis heizen ja gerne mal über die Viertelmeile. Manchmal schrauben Sie dafür nicht vorgesehene Motoren in die Fahrzeuge. So wie wir das mit den Dieselmotorrädern letztendlich auch machen. Das hier ist offensichtlich etwas großes von Cummins unter einer Hülle die aussehen soll wie ein Mustang. http://youtu.be/2UXKXIgLBhc Beschleunigungsrennen mit beladenen LKW Ob sich dieser Sport ernsthaft durchsetzt vermag ich nicht voraus zu sagen. Ich glaube das geht ernsthaft – ganz ernsthaft sogar – aufs Material. Wenn ich es recht interpretiere, dann passiert das ganze nicht in den USA, sondern in Kanada. http://youtu.be/tRndS7XAfgY http://youtu.be/pUVEH7AoEnw Downsizing bei BMW Bei BMW wahrt man gerne Traditionen. Genau so gerne macht man aber auch mal etwas richtig neues. BMW baut Boxer mit Kardan und Sechszylinder für PKW mit Heckantrieb. Meines Wissens nach hat BMW bis heute keinen V6 im Programm. Doch BMW hat auch 1980 mit der G/S auf einmal eine Enduro aus dem Hut gezaubert. 1982 kam mit der K100 auch etwas ziemlich Neues. Der Vierventilboxer 1993 hingegen, das war Tradition im feinsten Sinne. Die Bewahrung des Feuers, und nicht aus Aufbewahrung der Asche! Ebenfalls 1993 kam aber auch die F650, die Anfangs eigentlich eine Aprilia war. 2000 kam dann der C1. Der war ganz bestimmt etwas anderes. Mit der S1000RR kam dann 2009 wieder etwas womit eigentlich keiner gerechnet hat. Ob es bei den BMW Automobilen vergleichbares gab entzieht sich größtenteils meiner Wahrnehmung. Jedenfalls tun sie es aber jetzt. Und auch das kündigen sie rechtzeitig an, damit die Kundschaft nicht ohne Vorwarnung mit den Fahrzeugen im Verkaufsraum konfrontiert wird. Dabei macht BMW nur das, was viele andere schon längst machen. Sie bauen einen Van, treiben die Vorderräder an und schneiden einen Zylinder hab. Oder halbieren einen Reihensechser – Das weiss nur die Entwicklungsabteilung. Wir aber wissen das dieses Konzept auch im Hause BMW ein alter Hut ist. Wer sich schon länger in der Dieselmotorradszene rumtreibt wird sich möglicherweise an das 100PS/200Nm Konzept aus dem Hause AVL. Die ALV List GmbH ist ein Motorentwickler mit Sitz in Graz und hat dieses Konzept 2005 vorgestellt. Dabei handelte es sich ebenfalls um einen Reihendreizylinder. Hier noch was die große Presse zu dem neuen Dreizylinder von BMW schon vorab zu berichten weiss, bzw. vorab berichten soll: http://www.zeit.de/auto/2012-09/bmw-dreizylinder Langeweile und Wordhülsen Das sind die Worte welche mir zu der Berichterstattung über die gerade angelaufene IAA Nutzfahrzeuge spontan in den Sinn kommen. Das Konzept des MAN Metropolis immerhin könnte Sinn machen. Im ADAC Blog findet sich zuerst und wiederholt die Information das es sich bei dem Metropolis um einen elektrisch angetriebenen Lkw auf Basis eines MAN TGS 6×2-4 handelt. Ob es wichtig ist, das es sich um einen TGS 6×2-4 handelt, oder ob nur jeder wissen soll das es sich um einen TGS 6×2-4 handelt geht aus dem Artikel leider nicht hervor. Aber der TGS 6×2-4 wird schon wissen warum. Dann folgt folgende wunderbare Worthülse.
„Die Energie liefert eine modulare Lithium-Ionen-Batterie mit maximal 105 kWh Speichervermögen, die sich dank Plug-in-Funktion einfach und bequem an der Steckdose aufladen lässt.“
Hat das irgendeine Aussage? Da gibt es noch gar kein Prospekt, sondern nur eine Pressemitteilung – aber dank Copy&Paste wird auch daraus ja schnell ein Artikel. Jetzt aber zur Sache: Aus dem TGS 6×2-4 haben die Jungs von der Maschinenfabrik Augsburg Nürnberg ein elektrischen Müllwagen gebaut. Sie selber nennen es Abfallsammelfahrzeug; Riecht wahrscheinlich besser. Mein gesunder Menschenverstand sagt mir das der Einsatzzweck geschickt ausgesucht wurde. Wenn der TGS 6×2-4 rein elektrisch mal nicht durchhält, dann lässt sich ein recht erwachsener 3l V6-TDI als Range-Extender anschmeissen. Da macht sich dann Bemerkbar, das MAN inzwischen zum VW Konzert gehört. Der Müllwagen ist nicht nur eine Studie, sondern wird in Belgien für zwei Jahre testweise in Betrieb gehen. Hier die Links zum ADAC Blog und der Pressemitteilung von MAN. http://adacemobility.wordpress.com/2012/07/23/man-metropolis-hybrid-lkw-als-transportlosung/ http://www.mantruckandbus.de/de/press___media/Pressemitteilung_145666.html Daneben werden auf der IAA mal wieder haufenweise Stromlinienförmig verkleidete LKW gezeigt um dessen Verbräuche zu verringern. OK, Schrankwänden einen niedrigen cw-Wert zu verpassen ist eine Herausforderung. Die hat Luigi Colani allerdings schon vor Jahren gestemmt und wundert sich bis heute wieso Niemand seine Ideen aufgegriffen hat. Immerhin haben wir in Lünen das Colani-Ei auf einem ehemaligen Förderturm, das im übrigen im neuen Dortmunder Tatort am Sonntag zu sehen sein wird. Das hat jetzt aber so gar nichts mehr mit dem Thema zu tun.