Nagel-Freunde – so schreiben sie

Da simma dabei!
Heute fand ich ein Belegexemplar der „MotorradSzene“ in meinem Briefkasten. Möglicherweise ein Signal, das ich noch ein paar Sätze über das 16. Dieselmotorradtreffen in Hamm verlieren sollte.
Wenn ich ehrlich bin, dann habe ich in diesem Jahr nichts neues mehr erwartet. Vielleicht etwas Verrücktes, wie die Dieselvespa von Bastelrobi. Doch ich sollte eines bessere belehrt werden. Schon am Donnerstag stand sie da. Die Boxer-BMW mit den irgendwie anders aussehenden Zylinderköpfen. Andere Köpfe drauf, eine Einspritzpumpe angepasst und fertig ist der Diesel. Jahrelang sprachen wir nur darüber und hatten immer Angst, das es nicht funktioniert oder sich die Kurbelwelle verbiegt oder was auch auch immer. Jetzt hat es endlich mal jemand einfach probiert. Und siehe da: Es läuft! Klingt sogar immer noch relativ typisch nach BMW Boxer.
Genau die BMW hat es auch im Bild in den Bericht in der MotorradSzene geschafft. Aber ich glaube nicht, das man sich dessen bewusst ist, was man da überhaupt abgelichtet hat. Es gab in den 50er Jahren die Ariel von Gordon Glover und die Nortons von Arthur Sidney und Arthur Freeman Sanders. Die italienische Perugina, von der jedoch nur Fotos existieren. Und zuletzt ein ähnliches Projekt aus den USA, wo A.E.D. – ausgeschrieben Advanced Engines Development – den amerikanischsten aller V2 auf Dieselbetrieb umgerüstet haben. Damit ist der Boxer mit den Hatz-Köpfen etwas sehr besonderes in einem ziemlich elitären Kreis.
Aus der Gerüchteküche hörte man über Jahre immer wieder mal Geschichten, das es einen solchen Motor längst gäbe, der Entwickler jedoch unter Druck geraten sei und der Prototyp eingeschmolzen, weggeschlossen oder was auch immer wurde. Ich bin nun sehr gespannt wie lange es Dauert bist ich genötigt werde diesen Artikel aus dem Netz nehmen. :-)
Das war die eine kleine Sensation. Die andere war der Besuch von Christian Weisskopf von Weisskopf Engineering. Dieser bietet ein Universal-Steuergerät an, mit dem sich z.B. ein OM660 aus dem Smart ohne all die Sensoren aus dem PKW betreiben lässt. Und es gibt mit der ECU auch schon einschlägige Motorraderfahrungen, denn Christian Weisskopf war für die Steuergeräte in den Track Diesel verantwortlich. Damit verliert das Elektronik-Gespenst viel von seinem Schrecken. Und das das Gerät eine Universelles ist, das prinzipiell an jeden Common-Rail Motor angepasst werden kann, dauerte es nicht wirklich lang, bis jemandem einfiel, das es von Subaru da so einen Vierzylinder-Dieselboxer gibt …

Damit sind die Schrauber in die Winterpause entlassen. Ich werde sie nicht weiter stören und bin gespannt auf das, was es da im nächsten Jahr aus der Phantasie bis auf die Straße schafft.

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