Nächster Termin: 8. Internationales Dieselmotorradtreffen
Brauhof Wilshaus, Hamm
12.09.2008 - 14.09.2008

Seit dem Jahr 2001 gibt es ein jährlich organisiertes Dieselmotorradtreffen mit internationaler Beteiligung in Deutschland. Das Treffen findet traditionell am zweiten Septemberwochenende im westfälischen Hamm statt. An dieser Stelle finden sich Berichte vergangener Treffen sowie die Ankündigungen der zukünftigen Treffen. Im Jahr 2005 fand erstmalig das britische Dieselmotorradtreffen "Big Knock" statt, dieses Treffen findet auch in Zukunft immer Anfang des Sommers statt.

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Das 4. Dieselmotorradtreffen fand vom 10. bis zum 12. September 2004 erneut im Brauhof Wilshaus in Hamm statt

Da das Gelände des Wilshaus auch im Jahr 2003 keinerlei große Kritik auf sich gezogen hat trafen wir uns auch in diesem Jahr am zweiten Septemberwochenende an gleicher Stelle wie im Vorjahr. Da wir nicht jedes Jahr Glück mit dem Wetter haben können vermochten wir es dieses mal nicht den Besuchern dauerhaften Sonnenschein zu präsentieren. Das hat uns sicherlich einige Tages und Zaungäste gekostet. Trotzdem sind wir sicher das sich unser Treffen als feste Größe etabliert hat.
Reinhards neues Werk
Reinhards neues Werk
So ein Daihatsu-Dreizylinder passt eigentlich überall rein
Daihatsu passt überall rein
Hubert und Reinhard mit der MoDiTe1
Hubert und Reinhard mit der MoDiTe1
Reinhard schafft es nicht ganz als erster auf dem Platz zu sein. "Rußgruß" Helmut, seines Zeichens altgediener Taurusfahrer, baute sein Zelt schon in den Morgenstunden auf. Dafür hat Reinhard es geschafft seine neue Kreation fertigzustellen, ein kleines, leichtes, schlankes ... Was ist es überhaupt ? Ein Sportdieselchen ? Ein Caferacerchen ? Egal, getauft wurde die Schönheit auf den Namen Flitzibitz, Sie ist leichter als die Originale MZ deren Fahrwerk als Basis diente und wird von dem 11 PS starken Lombardini-Einzylinder befeuert welchen auch Horst Beckedorf in seinen Enfields verwendet. Man schafft es wohl nicht mit ihr mehr als 2l Diesel pro 100 km Strecke zu verfeuern, wenn man will kann man den Verbrauch aber unter einen Liter drücken. Die grazile Schönheit wird einen Trend setzen und Nachahmer finden, da bin ich sicher. Mit dem leichten und wendigen Fahrwerk haben die 11PS des Lombardinis deutlich leichteres Spiel als mit der indischen Variante. Flitzibitz hat einen verteufelt hohen Gebrauchswert, ist dabei schön und macht auch noch Spass.
Ein Gespann aus der Bayrisch-Russischen-Motorradklinik
Ein Gespann aus der Bayrisch-Russischen-Motorradklinik
Eine Engmann D2 im Reisetrimm
Eine weitere Ruggerini-MZ nach dem Hötgerschen Baumuster
Dieselmax, ohne Änderungen zum Vorjahr
Dieselmax, ohne Änderungen zum Vorjahr
Auch nach dem Muster bewährter Bauschemata gab es neue Motorräder zu begutachten. Der immer wieder gern verwendete Daihatsu-Dreizylinder wanderte z.b. ausnahmsweise nicht in ein russisches Fahrgestell, sondern in ein italienisches. Nennen wir es Dai-Guzzi. Und auch wenn etwas nicht mehr neu ist, braucht man sich noch lange nicht schämen es herzuzeigen. So brachte Hubert uns wiederholt seine MoDiTe1 mit, deren handwerkliches Finnish bislang noch unerreicht ist. Daher bekam er in diesem Jahr auch den Pokal für das schönste Dieselmotorrad mit dem Kommentar überrreicht ".. dafür, das dein Motorrad immer so aussieht als ob man von ihm essen könne". Aus den Reihen der bekannten Motorräder rekrutierte sich noch ein weiterer Pokalgewinner, die Dieselmax von Thomas war zu dem Zeitpunkt die mit Sicherheit älteste Maschine auf dem Platz. Ein paar Stunden früher wäre das noch knapp geworden, denn Peter aus Dessau hat uns seine wunderschöne AWO mitgebracht in die er einen E75 von Hatz so passgenau plazierte das man sich fragte ob da in irgendeinem Kombinat eventuell schon vor vielen Jahren einmal Experimente gemacht worden sind. Hat jemand etwas gegen den Taufnamen Hawo ?
Daihatsu im Starrrahmen
Daihatsu im Starrrahmen
V-Twin-Power
V-Twin-Power
AX-Vierzylinder im Bol'd'Or-Rahmen
AX-Vierzylinder im Bol'd'Or-Rahmen
Es konnten noch weitere bislang völlig unbekannte Eigenbauten bewundert werden. Wolfgang stellte seine Yanfield dem geneigten Fachpublikum vor. Mit ziemlich großer Sicherheit das einzige Dieselmotorrad weltweit welches einen V-Motor in sich trägt. Die Yanfield klingt damit wesentlich mehr nach Motorrad als nach Trecker. Helmut aus Fulda brachte uns neben seiner wunderbaren Lakusch eine Honda Bol'd'Or mit unter deren Tank sich ein Vierzylinder-PKW-Diesel verlaufen hatte. Er hat den 1.4l Motor aus einem Citroen AX schlicht und ergreifend vor das abgeschnittene Getriebe der Honda gehangen. Die Unterzüge mussten hierfür modifiziert werden, jedoch konnte die Orignal Rahmengeometrie erhalten bleiben. Da er einen Triebling ohne Aufladung verwendet bleibt die Leistungskrone weiter bei Andreas in Berlin, welcher in seinem Raps-Bären den gleichen Motor mit Turbolader verwendet. Leider ist ihm in diesem Jahr die Kupplung während der Ausfahrt gebrochen.
languntief, ey
languntief, ey
Was wäre wenn
Was wäre wenn
in Suhl Diesel gebaut worden wären
in Suhl Diesel gebaut worden wären
Der in der Yanfield verwendete Yanmar V-Diesel ist leider in Deutschland eigentlich gar nicht verfügbar. Zumindest nach Auskunft des Importeurs welcher den Motor nicht in seinen Preislisten hat. Um den Schwierigkeitsgrad noch ein klein wenig zu erhöhen hat dieser Motor eine stehende Kurbelwelle. Der Aufwand um ihn aufrecht stehend zu betreiben hält sich aber nach Wolfgangs Aussagen in erträglichen Grenzen. Der Yanmar baut klein, hat ein gutes Leistungsgewicht und kommt in Sachen Laufkultur und Charakter deutlich näher an einen Fahrzeugmotor als die anderen Industriediesel. Das veranlasste den ein oder anderen zu mehr oder minder lauten Spekulationen und Konstruktionen. Wenn es keinen V2 gibt, dann bauen wir uns eben selber einen, nehmen die Innereien eines bewährten Einzylinders eben zwei mal aus dem Regal und bauen uns das Kurbelgehäuse selber. Ich weiss nicht ob wir das im nächsten Jahr schon sehen dürfen, aber ich glaube recht fest daran das so einer der nächsten Schritte aussehen wird. Vor einiger Zeit wurde in der Presse die Maschine von Düse Traupel vorgestellt welche einen selbstgebauten Benzin-V2 in einem alten britischen Rahmen trug. Mir persönlich gefällt der Gedanke so einen Yanmar V2 vor das Getriebe einer V35 Guzzi zu klöppeln weiterhin sehr gut.
Hatz 2G40 im Solorussen
Hatz 2G40 im Solorussen
Gernot seine
Gernot seine
Lakusch mit Nachfolgerin
Lakusch mit Nachfolgerin
In der Liste der reproduzierten Baumuster standen in diesem Jahr z.b. eine Solomaschine mit Hatz 2G40 in russischem Rohrwerk, der Moto-Moscow Dreizylinder im Rahmen ebenfalls russischer Herkunft. Die Zahl der in Motorrädern werkelnden Daihatsu-Diesel müsste eigentlich so langsam mal den Hersteller aufhorchen lassen. Wenn das so weiter geht sind in zwei Jahren sämtliche Schrottplatzbestände aufgebraucht und verbaut. Wenn ich richtig gezählt hab dann waren allein auf diesem Treffen 7 Daihatsus anwesend. Mindestens ein weiteres Gespann ist bekannt und das ist ganz bestimmt noch nicht alles.
Aus der Perspektive
Aus der Perspektive
Daiguzzi
Daiguzzi
Artgerechte Haltung
Artgerechte Haltung
Ich möchte zum Schluß noch einmal zusammenfassend rumschleimen, wie in jedem Jahr. Das wir keinen erdrutscharigen Boom oder Trend auslösen ist und allen klar, heute und auch vor 3 Jahren als wir uns das erste mal zusammengesetzt haben. Das Treffen darf aus der Sicht von Reinhard und mir erneut als voller Erfolg verbucht werden. Trotz leiser Werbetrommel waren wir auf dem Treffen nicht allein und konnten uns einige komplett neue Maschinen ansehen.
Für das kleine Jubiläum im nächsten Jahr werden wir mal wieder deutlich lauter rufen. Und dann .. ja dann werden wir ganz bestimmt ein fahrendes Motorrad mit Smart-cdi auf dem Platz haben. Schliesslich gibt es derer ja sogar schon zwei in Deutschland. In diesem Sinne sehen wir uns auch 2005 wieder am zweiten Septemberwochenende in Hamm.
letztes Jahr auf dem Hänger
letztes Jahr auf dem Hänger
jetzt auf der Straße
jetzt auf der Straße
Macht Flitzibitz sexy ?
Macht Flitzibitz sexy ?


Hier eine kurze Liste der anwesenden Dieselmotorräder
  • Reinhard Hötgers Flitzibitz
  • Dai-Guzzi Gepann
  • Ruggerini-MZ Gespann (2 Exemplare)
  • Anderas Kossmanns Raps-Bär
  • Ein Exemplar der Ruggefield
  • Helmut Schmids Lakusch
  • Helmut Schmids HCS 1360
  • Johnny Flataus Speed-Triple
  • Andreas Werles RuDi
  • Wolfgang Schindlers RuDi 2
  • Daihatsu-Dnepr Gespann von Moto-Moscow
  • Ein Exemplar von Alois Löws Dieselrusse
  • Solo Hatz-Dnepr nach Löwschem Vorbild
  • einige Beckedorf Lombardini-powered Enfield
  • einige Hatz-powered Enfield aus dem Hause Jochen Sommer
  • Wim van Leurs Daihatsu K
  • Sanders Daihatsu-Lowrider
  • Thomas Weis Diesel-Max
  • 4 Exemplare der Enfield Robin von R-B Development
  • einige 325er und 435er Enfield Taurus
  • MoDiTe1 von Hubert Teller
  • Wolfgangs Yanfield
  • Peters HAwo
  • Ramnay-MZ

08.9.2008 - 10:36
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